Der Giersch (Aegopodium podagraria)

Die Pflanze breitet sich im Gegensatz zu den meisten anderen Unkräutern nicht nur über Samen aus, sondern auch über unterirdische Kriechtriebe.
Wie verbannen Sie die lästige Pflanze erfolgreich aus den Garten?
Der Giersch ist in Europa und Asien heimisch er gehört zur Familie der Doldenblütler.Der Lebensraum ist der nährstoff- und humusreiche Boden im lichten Schatten von Gehölzen, wo er mit seinen unterirdischen Kriechtrieben (Rhizome) größere Flächen beansprucht . Er braucht eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung.
Was Tun!!!!
Regelmäßig abhacken,Abdecken mit wasserdurchlässiger Folie oder auch dicker Pappe. Die kann man dann mit  Rindenmulch abdecken.
Als dauerhafte Beetabdeckung empfiehlt sich ein Unkrautvlies aus Kunststoff, das natürlich ebenfalls mit Rindenmulch kaschiert werden sollte.
Nach ca.zwei Jahren hat man Gewonnen aber Vorsicht der Samen ist sehr hartnäckig und kann lange überleben .Daher Vorsicht beim Abräumen der Fläche.

Unsere Gewürzkräuter

 

Brunnenkresse:

Sumpf- und Wasserpflanze, die reich an Vitamin A, C, D sowie an Mineralsalzen ist.
Höhe: Kriechende 30 – 40 cm lange Triebe.
Standort: Im Halbschatten in Quellwassergräben mit sandigem Schlamm, der mit Torf und Kompost versetzt ist. Vermehrung: durch Aussaat oder Stecklinge.
Pflege: muss ständig bewässert werden und vor direktem Sonnenlicht geschützt stehen. Kann das ganze Jahr über geerntet werden. Die Brunnenkresse ist eine kriechende Staude mit Meerrettichgeschmack. In Europa gilt sie als eines der edelsten Küchenkräuter. Sie hat weiche kriechende Triebe und ist mit dem Meerrettich weitläufig verwandt. Das ganze Jahr hindurch erntet man die 5-6 cm langen Triebspitzen und verwendet sie in kleinen Mengen frisch zu grünem Salat, Fleisch und Fischgerichten.
Der Anbau ist allerdings etwas kompliziert. Der natürliche Standort der Brunnenkresse ist ein Bach, doch kann sie auch in ca. 30 cm tiefen Gräben gesetzt werden, die mit Plastikfolie ausgelegt und mit schlammiger Erde eines Bach- oder Teichufers gefüllt sind. Man sät in wasserdurchtränkten Kästchen aus oder setzt kurze Triebspitzen als Stecklinge. Die bewurzelten Pflanzen werden in den Graben umgepflanzt, der im Halbschatten liegen und immer mit Wasser gefüllt sein muss. Im Sommer mit leicht gedüngtem Wasser auffüllen. Bei starkem Frost mit einem Frühbeetfenster oder einer Noppenfolie abdecken. Man kann den Anbau auch am Haus an einem kühlen hellen Platz versuchen. Die Brunnenkresse gilt als Mittel gegen Kopfschmerzen, Zahnweh und Katerbeschwerden.

 

Gartenpetersilie „Mooskrause“:

Vitamin- und mineralreiches Küchenkraut mit geschlossenem kompakten Wuchs und feinen, stark verzweigten Wurzeln.
Höhe: 20 – 25 cm.
Standort: Sonne bis Halbschatten auf nicht zu sandigen Böden.
Pflege: bei starkem Bodenfrost mit Tannenreißig abdecken. Reichlich und gleichmäßig gießen.
Düngung: Gründüngung 5 – 10 g/qm im Juni bis August. Die Petersilie ist in kulinarischer Hinsicht unersetzlich. Es gibt zwei Arten: Wurzel- und Schnittpetersilie. Wenn man frische Blätter fein hackt, ist das Aroma besonders stark. Man kann Petersilie gut einfrieren oder einsalzen, aber nur schwer trocknen. Sie sollte nie mitkochen. Petersilie ist in ihren Ursprungsländern am Mittelmeer, z. B. Sardinien zweijährig und auch wir können sie mit leichtem Frostschutz gut über den Winter bringen. Sie spielte lange eine wichtige Rolle in der Volksmedizin. Petersiliensamen brauchen zum Keimen viel Zeit. Es kann vier Wochen dauern, bis sich die Keime zeigen. Deshalb sollten wir rechtzeitig möglichst flach und licht aussäen und gut angießen. Am Besten sät man an Beeträndern, wo die Pflanzen bis zum nächsten Jahr bleiben können. Im Herbst kann man sie im Kleingewächshaus oder in große Töpfe umpflanzen. Die Töpfe zuerst hell und kühl stellen, dann in die Wärme bringen und hell stellen. So können wir auch im tiefen Winter Petersilie ernten.



Schnittlauch:

Kleines unentbehrliches Küchenkraut, dessen schmale, röhrenförmigen Blätter üppig nachwachsen, 20-25 cm hoch.
Standort: sonnig, gute nährstoffreiche und wasserführende Gartenerde.
Vermehrung: erfolgt durch Aussaat und Teilung:
Düngung: Frühjahresdüngung mit 40 g Volldünger und Nachdüngung im Mai und Juni mit 25 g Kalksalpeter pro qm.
Verwendung: Frisch und fein geschnitten, auch tiefgefroren und getrocknet. Schnittlauch ist winterhart und überall leicht anzubauen. Die Pflanze ist reich an Vitamin C und A und enthält Jod,Eisen und mehrere andere wichtige Mineralstoffe. Der Schnittlauch gehört zu den Liliengewächsen und wächst wild in ganz Europa. Als Gewürz nimmt man die Gartenart mit dem milden Geschmack. Der Schnittlauch ist winterhart und die Pflanzen können mehrere Jahre verwendet werden; besser ist es aber, den Bestand regelmäßig zu erneuern. Der Schnittlauch kann im April direkt im Freiland ausgesät werden oder im März unter Glas, damit er später im Abstand von 30 x 20 cm ins Freie gepflanzt werden kann. Gekaufte Pflanzen können in größere Töpfe oder ins Freiland gesetzt werden. Der Anbau im Winter und Frühjahr auf dem Bord des Küchenfensters wird eigentlich nur durch den Mangel an Licht behindert. Die Pflanzen können im Frühjahr und nach der Blüte leicht geteilt werden.

Koriander:

Schnell wachsende einjährige Pflanze, deren Samen als Gewürz verwendet wird. Die Früchte reifen 4 Monate nach der Aussaat,
Höhe 50-70 cm.
Standort: Sonnige, windgeschützte Stellen mit warmen, leichtem, etwas kalkhaltigem Boden.
Aussaat im März – April direkt in den Standort. Reihenabstand 25-30 cm; Pflanzabstand 15 cm.
Pflege: Unkraut jäten, oft die Erde anhäufeln. Wenn die Früchte braun werden, muss man ernten. Trocken nachreifen lassen. In luftdichtem Glas aufbewahren. Koriander ist ein widersprüchliches Gewürz. Das Kraut und die unreifen Früchte riechen nicht gut, während die reifen Früchte einen ausgezeichneten Duft haben. Die reifen Früchte verwendet man als Gewürz, z. B. für Rotkraut und Lebkuchen. Vorsichtig dosiert verbessern sie auch Wild, Fisch, Suppen, Rohkost, Liköre und Schnäpse. In südlichen Ländern wird Koriander sehr oft als Gewürz verwendet. Koriander bildet eine stark verzweigte Pflanze mit langstieligen, mehrfach gefiederten Blättern. Im Juli entwickeln sich weiße bis schwachrosa Blütendolden an den Triebspitzen. Die Früchte sind rund und bestehen aus 2 Teilfrüchten, die fast nie auseinanderfallen. Wenn die Früchte braun werden, erntet man die ganze Pflanze. Sie soll dann nachreifen; nach einigen Monaten werden Aroma und Geschmack stärker.

 

Fenchel:

Ist eine hochwüchsig sehr aromatische Nutzpflanze mit Zierwert.
Höhe: 70 – 150 cm.
Standort: volle Sonne, warme lockere nährstoffreiche Böden.
Aussaat: um reiche Samenernte zu erhalten muss man Anfang April in Reihen säen und später auf 35 x 20 cm auspflanzen, wenn man das Grün ernten will. Direktsaat im April 10 – 15 cm Abstand.
Fenchel ist ein Gewürz für Fisch und Roggenbrot. Die gesamte Fenchelpflanze kann verwertet werden, da sie aber intensiv nach Anis schmeckt muss man vorsichtig dosieren. Frische, feingehackte Fenchelblätter schmecken sehr gut zu den meisten Fischgerichten und Soßen. Frische in Scheiben geschnittene Fenchelknollen sind gut für Salat, aber für diese Art der Verwendung muss man die Erde um die Pflanzen anhäufeln, damit die angeschwollenen Blattscheiden zart und weiß bleiben. Auch gefüllt sind sie eine Delikatesse. Mit den Früchten schmeckt man Gemüse, Likör, Marinaden und vor allem Roggenbrot ab. Der Fenchel ähnelt dem Dill in Riesenformat. In guter Erde und bei ausreichender Feuchtigkeit kann er mannshoch werden. Seine Blätter sind fein zerteilt, die großen gelben Blütendolden sehr dekorativ. Seit Jahrtausenden wird Fenchel als Heilpflanze gegen Husten und Bauchschmerzen genutzt. Auch heute noch enthalten viele Hustenmittel – Fenchelsamenextrakt. In Südeuropa ist Fenchel zwei oder mehrjährig. Bei uns ist die Überwinterung sehr schwierig.

 

Basilikum:

Einjährige Pflanze mit aufrechten, gut verästelten Stengeln und ovalen länglichen Blättern.
Höhe: 20 – 50 cm.
Standort: Sonnige und windgeschützte Lage, humusreicher, leichter und warmer Boden.
Bei Trockenheit reichlich gießen. Wenige Basilikumpflanzen kann man in Töpfen oder in einem Blumenkasten auf dem Balkon oder Terrasse ziehen. Pflanzabstand 25 x 25 cm in Reihen. Verwendung: Salate, Gemüsegerichte, Suppen und Soßen, Fisch, Geflügel und andere Fleischgericht. Basilikum ist eines der feinsten Gewürze und außerdem vielseitig anwendbar. Viele behaupten, dass Basilikum das vornehmste aller Gewürze sei. Die frischen Blätter würzen sehr kräftig und sind deshalb sehr sparsam anzuwenden. Zusammen mit Rosmarin und Bohnenkraut wird Basilikum gerne als Pfefferersatz verwendet. Man erntet die ganzen Triebe, kurz bevor die Blüte beginnt. Das Trocknen sollte warm und luftig im Schatten erfolgen. Danach zerkrümelt man die Blätter und bewahrt sie in einem dicht verschlossenen Glas auf. Das Basilikum ist sonnenhungrig und braucht einen windgeschützten warmen, vollsonnigen Standort. Die Samen keimen langsam. Man sät im März-April bei 22 bis 25 oC Zimmertemperatur in feuchte Erde. Die Pflanzen kommen in 6 – 8 cm große Töpfe und werden im Mai vorsichtig abgehärtet, ca. 1 Woche bevor man sie am jeweiligen vorgesehenen Standort einpflanzt. Die Pflanzen sollten im Topf gut bewurzelt sein. Im August kann man zurückgeschnittene Pflanzen in Töpfe setzen und die jetzt durchtreibenden Stengel im Haus ernten.

 

Bohnenkraut:

Ist ein schnellwachsendes einjähriges Gewürzkraut mit vielseitiger Verwendung.
Höhe = 30-50 cm.
Standort: Volle Sonne, da sehr wärmeliebend auf lockerem, schwach gedüngtem Boden.
Aussaat: Lichtkeimer, deshalb nur dünn mit Erde bedecken. Aussaat an Ort und Stelle, Ende April bis Ende Mai in Reihen von 25-30 cm Abstand.
Bohnenkraut ist beliebt als Küchenkraut und Schmuckpflanze. Bohnenkraut ist ein bekanntes Gewürz und eine dekorative Pflanze für Steingarten und Beetränder in sonniger Lage. Man kann es nicht zu dicht pflanzen, weil zu dicht gesetzte Pflanzen nur wenig Blätter haben. In warmen, sonnigen Sommern wird die Pflanze buschig und ein wenig rot. Die blaßlila Blüten sind unscheinbar, aber ein gutes Bienenfutter. Die Samen sind sehr klein und benötigen Licht zum Keimen. Wenn man im Juni nochmals sät, verlängert man die Erntezeit. Bohnenkraut kann man für den Winter trocknen. Die Triebe der ersten Ernte werden zusammengebunden, geschnitten und warm aber schattig aufgehängt. Die getrockneten Blätter zerreibt man und legt sie in ein luftdichtes Glas. Vielseitig verwendbar ist Bohnenkraut. Der Name weist darauf hin, dass Bohnenkraut seit langem für Bohnen, aber auch für Erbsen und Kohl verwendet wird. Es verfeinert und würzt Salate, Wild, Fleisch, Wurst, Fisch und Schalentiere.

Bohnenkraut darf nie mitkochen!

 

Majoran:

Zierlicher Halbstrauch, der bei uns nur halbjährig kultiviert wird.
Höhe 40-50 cm.
Standort: Sonnig warm, leichte lockere, nährstoffreiche Erde.
Vermehrung: Aussaat im März-April unter Glas. Pflanzung im April-Mai. Da der Samen sehr feinkörnig ist, vermischt man ihn mit trockenem Sand und drückt ihn nur leicht an. Pflanzabstand 15-20 cm. Majoran ist ein Gewürz für Erbsensuppe und Pizza. Majoran wird frisch, getrocknet oder tiefgefroren verwendet. Es eignet sich auch für zahlreiche Fleisch und Fischgerichte. Auch für vegetarische Küche ist er gut verwendbar. Wird als einjährige Pflanze kultiviert. Im wärmeren Klima entwickelt sich die Pflanze zu einem mehrjährigen Halbstrauch, bei uns dagegen wird sie einjährig gezogen. Sie hat einen etwas buschigen Wuchs, vierkantige, stark verzweigte Triebe und grüne kleine eiförmige Blätter, die mit grauweißem Filz bezogen sind. Im Juni entwickeln sich unscheinbare Lippenblüten. Vor der Blüte ernten: Majoran

Sollte man ernten bevor die Blütenknospen erscheinen. Schneidet man dabei die Triebe auf die halbe Länge zurück, entwickeln sich bis zum Spätsommer neue Blätter. Die Triebspitzen werden an einem luftigen Ort getrocknet, jedoch nicht in direkter Sonne. Frische Triebe können eingefroren werden. Für den Winterbedarf kann der Majoran auch in einem Topf gezogen werden.

 

Zitronen-Melisse:

Ein vielseitiges Heil- und Gewürzkraut mit schönem Aroma.
Höhe = 50-70 cm.
Standort: in voller Sonne wird das Aroma stärker. Auf leichter Sanderde.
Aussaat: Zwischen März und Mai direkt ins Frühbeet oder Beet. Pflanzabstand 30-40 cm.
Das Kraut ist mehrjährig und muß nur alle zwei Jahre erneuert werden. Ein hervorragendes Zitronenaroma und schon früh im Jahr entwickelt die Zitronenmelisse ihr dichtes Blattwerk. Das Aroma ist in den jüngsten Sprossen am besten entwickelt. Die Haupternte sollte vor der Blüte erfolgen; die getrockneten Blätter können dann lange aufbewahrt werden. Sonst kann man schon nach Bedarf ernten und die Blätter frisch verwenden. Viele Anwendungsgebiete der Zitronenmelisse: Sie verfeinert die meisten Speisen, z. B. Fisch, Geflügel, Wildfleisch, aber auch Soßen, Trinkbrühe, Säfte und Tee. Ebenso gehören Rohkost, Eier, Diätspeisen und Liköre zu den Anwendungsbereichen dieses Krautes.

Früher wurde das Kraut als vielgeschätztes Heilmittel verwendet, aber die Heilwirkung ist nicht gesichert.

 

Gartenkerbel:

ist ein leicht zu kultivierendes einjähriges Gewürzkraut.
Höhe: ca. 60 cm, wird bei 10 – 15 cm Höhe geerntet.
Standort: Sonne bis Halbschatten. Einheitserde.
Aussaat: Jede dritte Woche von April bis Mitte August.
Pflege: Viel Wasser, Düngung mit 40 g NPK/qm vor der Saat.
Gartenkerbel eine schnellwachsende, schon von den Römern geschätzte Gewürzpflanze. Er keimt und wächst sehr rasch und die hellgrüne Blattrosette ist nach ca. 6 Wochen schon erntereif. Richtiges säen ist wichtig. Bereits im April kann man die erste Runde säen. Das wiederholt man dann mit 3 Wochen Abstand. Im Hochsommer sollte man ein leicht beschattetes Beet wählen. Spärlich säen oder auf 5 cm auslichten. Der Reihenabstand liegt bei 15 cm. Man kann die Saison verlängern, wenn man im Frühjahr und Herbst in einen Kasten oder Topf einsät. Rauhblättriger Kerbel ist nicht zu verwechseln. Am besten verwendet man den rauhblättrigen Typ, da der glatte mit der giftigen, wilden Petersilie leicht verwechselt werden kann. Geschmack und Duft sind hoch aromatisch, verfliegen aber schnell. Deshalb ist es besser, frischen Kerbel einzufrieren, als ihn zu trocknen. Kerbel nicht mitkochen, sondern frisch in Suppen, Saucen, Salate und Gemüse einschneiden.

 

Meerrettich:

Beliebte Gewürzpflanze.
Standort: Vollsonnig, humusreiche, lockere, nährstoffreiche, tiefgründige Erde.
Pflanzzeit: Im zeitigen Sommer. Die Wurzeln (Fechser) dürfen nicht austrocknen. Günstiger Abstand 80 X 40 cm.
Schädlinge: Kohlfliege, Kohlweißlinge, Blattläuse und Virus.
Besonderheiten: Die Wurzeln können über den Winter in einer Miete oder im feuchten Sand eingeschlagen werden. Tiefgekühlte Wurzeln werden vor dem Auftauen gerieben.
Meerrettich braucht Wasser und Nährstoffe: Der Meerrettich ist eine beliebte Gewürzpflanze. Er braucht reichlich Nährstoffe und gedeiht nicht in trockener Sanderde. Humusreiche, wasserspeichernde Erde mit Stallmistgaben im Vorjahr ist am besten. Pflanzung: Wildwachsender Meerrettich bekommt kleine Wurzeln, verbreitet sich schnell und kann leicht zu Unkraut werden. Zur Kultur: Pflanzen sie die dünnen Seitenwurzeln, das sind 20 – 30 cm lange, fingerdicke, sogenannte Fechser. Graben sie eine tiefe Furche und legen sie die Wurzel waagerecht oder etwas schräg hinein. Alle Wurzeln sollten das Stammende in derselben Richtung haben. Der Meerrettich kann bei milder Witterung geerntet werden. Die Hauptwurzeln werden geerntet, die Seitenwurzeln überwintern und werden im Frühjahr neu gepflanzt.

 

Rosmarin:

Verzweigter Kleinstrauch mit stark duftenden, kleinen, weißen bis hellvioletten Blüten und schmalen Blättern. Beliebt als Küchenkraut, Heil- und Zierpflanze.
Höhe: 50 cm.
Standort: vollsonnige windgeschützte Lagen auf gut durchlässigen, nährstoffreichen Böden.
Vermehrung: Am besten und sichersten durch Stecklinge im Hochsommer.
Pflege: Jungpflanzen über Winter im Topf unter Glas halten. Auspflanzen im Mai; im September eintopfen und hell stellen.
Frische oder getrocknete Blätter? Dieser stark duftende Halbstrauch ist ein Gewürz für Feinschmecker. Die ganze Pflanze duftet sehr angenehm. Man kann die Blätter frisch oder getrocknet verwenden. In kleinen Prisen geben sie Fleichgerichten, besonders Lamm, einen vorzüglichen Geschmack. Auch Fisch, Hackfleischgerichte, Geflügel und Saucen bekommen durch Rosmarin ein feines Aroma. Die unten verholzte Pflanze trägt länglich schmale, auf der Unterseite filzig-behaarte Blätter und helllila bis weiße Blüten. Sie stammt aus den milden Küstengebieten des Mittelmeeres. Dort erreicht sie im Laufe der Jahre Manneshöhe. In unserem Klima wäschst sie langsam und erreicht die Höhe von einem halben Meter. Da die Pflanze nicht winterhart ist, sollte sie im Spätsommer wieder eingetopft werden und wie die Jungpflanzen im Hause überwintern.

 

 

Dill:

Höhe: bis 1 m.
Standort: Sonnig in lockerer durchlässiger Erde.
Aussaat: Im April-Mai und Anfang August in Reihen im Abstand von 25-30 cm säen. Bewährt hat es sich, den Dillsamen locker über den ganzen Gemüsegarten zu verstreuen. Die Pflanzen wachsen dann sehr gesund heran.
Düngung: Vor der Saat 30-50 g/qm Blau-Volldünger und evtl. nochmals 20 g Kalksalpeter ab 10 cm Pflanzhöhe.
Schädlinge: Blatt- und Wurzelläuse.
Dill ist eine kulinarische Finesse. In Nordeuropa und Norddeutschland ist Dill eine Selbstverständlichkeit für die feine Kräuterküche. Zu jungen Kartoffeln und Krebsen gehört Dill einfach dazu. Es ist eigenartig, dass die südlicheren Völker nicht das gleiche Geschmacksempfinden für das Aroma und den Duft haben, obwohl die Mittelmeerländer und Kleinasien die eigentliche Heimat des Dill sind. Leicht zu halten, aber nicht problemlos. Dill ist gegen Erdparasiten empfindlich. Um dadurch verursachte Schäden zu vermeiden, muss man Dill von Saison zu Saison in anderen Beeten aussäen und rechtzeitig gegen Blattläuse und anderes Ungeziefer spritzen. Dill sollte im April-Mai gesät werden, wenn er noch blühen soll. Dillblätter, Dillblüten und Dillfrüchte können eingefroren oder auch getrocknet werden, dürfen aber nicht zu lange aufbewahrt werden. Dill ist ein vielseitiges Grün mit Zauberkraft. In der Antike und im Mittelalter schrieb man dem Dill Zauberkräfte zu. Er ist auch als schmerzstillendes und beruhigendes Heilmittel gebräuchlich.

 

Gartenthymian:

Mai-Juli ist Blütezeit.
Höhe 30-40 cm.
Standort: hell und sonnig, ansonsten keine besonderen Ansprüche an den Standort. Leichter, warmer, schwach gedüngter Boden wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Ab Mitte Mai im Abstand von mindestens 20 x 30 cm.
Pflege: Nicht sehr winterhart, deshalb sorgfältig abdecken oder über den Winter im Topf kultivieren.
Thymian ist wohlbekannt als Heilkraut bei Erkrankungen der Atmungsorgane. Das blühende frische Kraut eignet sich als Würze für Gemüsesuppen, Saucen, Kartoffelgerichte, Hülsenfrüchte, zur Rohkostzubereitung, für Kräuteressig und Schnaps. Aufzucht und Pflege: Thymiansamen sind sehr fein, daher ist beim Säen größte Sorgfalt geboten. Thymian ist ein Lichtkeimer, das Saatgut darf daher nur angedrückt, aber nicht abgedeckt werden. Ende März sät man in Kästen oder Töpfe und zieht die Keimlinge bis Mitte Mai unter Glas heran. Danach werden sie an den endgültigen Standort ausgepflanzt. An geschützten Stellen kann im April-Mai direkt an Ort und Stelle ausgesät werden. Blütezeit ist Erntezeit: Bei Erscheinen der Blüte ist Erntezeit. Man schneidet die Pflanzen über dem Boden ab und trocknet sie in Büscheln. Später werden sie zerkleinert und in luftdichten Gefäßen aufbewahrt.

 

Lavendel:

Duftender Halbstrauch von hohem Zierwert.
Höhe 30-60 cm.
Standort: Sonnig und warm, kalkhaltige mit Humus angereicherte leichte Lehmerde.
Vermehrung durch Aussaat im März-April. Krautige Stecklinge bewurzeln sich unter Glas im April und Mai.
Pflege: Nach 2-3 Jahren im Frühjahr völlig zurückschneiden, ältere Pflanzen werden zurückgeschnitten und umgepflanzt.
Lavendel – in jedem Garten ein Lavendelbusch. Der Lavendel stammt aus dem Mittelmeergebiet und ist ein niedriger, reich verzweigter stark duftender Halbstrauch, der an allen sonnigen Plätzen mit gut durchlässiger, leichter Erde prachtvoll gedeiht. Er kann in Form geschnitten werden, wirkt aber ungeschnitten am schönsten. Seine blauvioletten Blüten locken eine Vielzahl von Schmetterlingen an. Wohlgeruch in großer Vielfalt. Seit Jahrtausenden fasziniert Lavendelduft den Menschen. Früher wurden die Blätter auch als pikante Würze für Suppen, Fischgerichte und Tees verwendet; heute wird Lavendel fast ausschließlich wegen seines außergewöhnlichen Wohlgeruchs angebaut. Die Blüten können in halbgeöffnetem Zustand geerntet und vorsichtig getrocknet werden. In ein kleines Stoffkissen eingenäht, sind sie ein beliebtes Geschenk. Im Wäscheschrank, z. B. strömt das Duftkissen einen angenehmen Lavendelduft aus. Frischer Lavendel wirkt ebenso, sein Duft hält aber nicht so lange an.

 

Anis:

Beschreibung: wärmeliebende, einjährige, zarte Pflanze.
Höhe: 50-60 cm. Standort: möglichst sonnige und warme Stellen, leichte Erde und geschützte Lage. Aussaat: zeitig im Frühjahr, nachdem die Samen 15-20 Stunden gequollen sind. Reihenabstand 25-30 cm. Auf 15 cm auslichten. Pflege: Ernten wenn die Pflanzen zu welken beginnen. Zum Trocknen an die Decke hängen und Auffangtuch darunter legen. Anis ist ein Brot- und Branntweingewürz. Diese einjährige Pflanze wird in der Volksmedizin seit Urzeiten verwendet. Nur die Frucht hat den Würzeffekt. Bei uns werden die aromatischen Samen vor allem als Brot und Schnapsgewürz, in Frankreich werden sie oft zu Wurzelgemüse, in Soßen, zu Pudding und Salaten verwendet. Es ist wichtig, die Samen vor der Saat quellen zu lassen. Die Pflanze braucht so viel Wärme und Schutz wie möglich. Ins Freiland sät man Ende April/Anfang Mai. Die Samen keimen am besten, wenn man sie einige zeit vor der Aussaat in lauwarmes Wasser legt. Die Jungpflanzen wachsen nur langsam, sie benötigen Wasser und müssen ausgelichtet werden. Vor Ende Juli bis zur Erntezeit müssen sie trocken gehalten werden. Unter nassen, kalten Verhältnissen gelangt Anis kaum zur vollen Reife. Die zarten weißen Blütendolden entwickeln sich im August, und schon nach wenigen Wochen beginnen die Samen zu reifen. Sie fallen leicht ab, deshalb erntet man am Besten die ganze Pflanze an einem taufrischen Morgen oder am späten Abend.

 

 

Pfefferminze:

Beschreibung: Altbekannte wüchsige Würzpflanze mit roten Blüten.
Höhe 50 – 80 cm.
Standort: Sonnig, warme lockere und humusreiche Sandböden.
Aussaat: März bis Juni im Beet vorkultivieren und nach einem Jahr die Besten auswählen.
Pflanzabstand: 30 cm.
Pflege: Junge Triebe und frische Blätter vor der Blütezeit ernten. Kann völlig abgeschnitten und getrocknet werden.
Die seit Ende des 17. Jahrhunderts bekannte Pflanze ist eine spontane Hybride aus Wasserminze und Grünminze. Sie hat vierkantige rötliche Stengel. Die Pflanzen entwickeln im Juli/August hellviolette Blüten, aber zur Verwendung der Blätter als Gewürz sollte man sie ernten, bevor sich Blüten entwickeln. Der stark aromatische Duft und der entsprechende Geschmack entwickeln sich am besten in sonnigen Lagen. Die echte Pfefferminze ist unfruchtbar. Nach der Aussaat variiert das Pflanzenmaterial und man kann für den weiteren Anbau die stärksten und aromatischsten Exemplare auswählen. Pfefferminze breitet sich kräftig aus und muss deshalb in Grenzen gehalten werden. Echte Pfefferminze, z. B. die Sorte „Black Beauty“ kann man nicht aussäen, man muss fertige Pflanzen kaufen. Die Pfefferminze wird in der Medizin und in der Küche verwendet, z. B. für Minz-Soße, Konfekt, Likör, Tee, Salat und Suppe. Der wirksame Bestandteil der Pflanze ist das Menthol.

 

Estragon:

Beschreibung: Hochgewachsene, wohlriechende Staude.
Höhe: 80-125 cm.
Standort: Sonne auf humusreicher Erde.
Vermehrung: Russischer Estragon wird im März bis April gesät. Französischer Estragon ist nahezu steril, man vermehrt ihn durch Teilung und Setzlinge alle 4 Jahre. Pflanzabstand 30 cm.
Besonderheiten: Blätter und Schößlinge können tiefgefroren werden. Estragon ist eine mehrjährige Gewürzpflanze. Aus dem waagerechten Wurzelstock treiben viele unverzweigte, dicht mit langzeitlichen Blättern bedeckte Stengel. Die Blüten sind unscheinbar. Da der Estragon über 1 Meter hoch wird, sollte er im Hintergrund gepflanzt und hochgebunden werden. Dank seines edlen Aromas ist Estragon ein Grundgewürz der französischen Küche. Feinschmecker halten den französischen Estragon für edler und feiner als den russischen. Er ist aber auch empfindlicher und anspruchsvoller. Ein Vorteil der etwas stämmigeren russischen Sorte ist, dass sie gesät werden kann, während die französische gepflanzt werden muss. Estragon wird den ganzen Sommer über geerntet. Getrocknet verliert er etwas von seinem Aroma. Eingelegt in Weißweinessig mit Basilikum, Dill und Zitrone ergibt er einen vorzüglichen Kräuteressig.

 

 

Borretsch:

Einjähriges Kraut mit behaarten Stengeln und Blättern.
Höhe: 40-80 cm.
Standort: Keine besonderen Anforderungen.
Vermehrung: Durch Direktaussaat an Ort und Stelle von März bis Juni in mehreren Sätzen.
Pflanzabstand: 30-40 cm.
Besonderheiten: Kann frisch oder tiefgekühlt verwendet werden.
Borretsch wird auch als Gurkenkraut bezeichnet. Das ursprünglich orientalische Gewürz hat sich über ganz Europa verbreitet, denn durch seine Vitalität verursacht es beim Anbau keine Probleme. Die blaue Blüte wirkt sehr elegant und dekorativ. Die jungen Blätter und geschälten Stiele werden gehackt und verleihen Gemüsegerichten und Füllungen eine besondere Geschmacksnote. Die Blätter können auch zusammen mit Spinat verwendet werden. Borretsch wird hauptsächlich frisch verbraucht, hält sich auch tiefgefroren, kann aber nicht getrocknet werden. Himmelsstern – eine schöne Zierpflanze. Das Kraut hat einen kräftigen Wuchs. Sein Trieb kann fingerdick, die länglich-ovalen Blätter über 10 cm lang werden. Die ganze Pflanze ist stark behaart. Auffallend sind die himmelblaue Farbe und die hübsche Form der Blüten, die Borretsch auch für den Ziergarten geeignet machen, zumal er ein tüchtiger Nektarlieferant ist. Der Samen entwickelt sich leicht und schnell und wird häufig durch Vögel verbreitet. Am Besten sät man mehrmals jährlich aus.

 

Liebstöckel:

Großes üppiges aromatisches Gewürzkraut.
Höhe: 100-250 cm
Standort: Sonne bis Halbschatten auf Normalerde.
Aussaat: Im April bis Mai. Die Pflanzen brauchen viel Platz.
Besonderheiten: untere, entfaltete Blätter ernten. Werden frisch getrocknet oder gefroren verwendet.
Wurzeln und Früchte für den Winterbedarf trocknen. Liebstöckel ist ein Riese im Kräutergarten. Dieses Doldengewächs wird unter guten Bedingungen sehr groß. Der röhrenförmige Stengel kann in einem Sommer übermannsgroß werden. An seiner Spitze bilden sich zahlreiche gelbweiße Blütendolden. Das Blattwerk entwickelt sich üppig, fällt aber dem Frost zum Opfer. Die Wurzeln breiten sich kräftig aus und Früchte werden in großer Menge gebildet. Eine Pflanze reicht für den Haushaltsbedarf. Liebstöckel ist ein Universalgewürz mit starkem Geschmack. Liebstöckel wird heute nicht mehr so oft verwendet. Es ist aber ein Universalgewürz, das den Geschmack von Fleisch, Gemüse und Suppen verfeinert. Einige Blätter in der Suppe runden den Geschmack ab. Früher hatte Liebstöckel in der Heilkunde große Bedeutung und galt als Liebeskraut für Mensch und Tier. Daraus leitet sich auch sein Name ab.

 

Lorbeer:

Standort: Sonnig und geschützt auf gute, humosen, durchlässigen Gartenböden oder in Kulturerden, im Sommer im Freien oder in Kübeln.
Vermehrung durch Triebstecklinge von etwa 7-10 cm Länge, die im Winter geschnitten und unter Glas oder Folie bei 20oC herangezogen werden.
Pflege: Nicht winterhart, hell und kühl bei etwa 5 oC überwintern; jährlich leicht zurückschneiden, auch als Kronenbäumchen zu ziehen, etwas düngen und gut gießen.
Schädlinge: Schildläuse.
Lorbeer läßt sich gut trocknen. Lorbeer kann gut als Kübel- oder Topfpflanze gezogen werden und im Sommer durchaus auch ausgepflanzt werden. Mit einer eigenen Pflanze hat man ständig frische Blätter zum Würzen von vielerlei Gerichten und kann sich einen Wintervorrat durch Trocknen der Blätter anlegen. Die recht robuste Pflanze kann als Kronenbäumchen oder in Pyramidenform auch als dekorative Kübelpflanze auf Balkon oder Terrasse dienen. Die Aufzucht des Lorbeers aus Stecklingen ist recht mühsam; man greift einfacher auf gekaufte Jungpflanzen zurück. In gut durchlässiger Erde, die alle zwei Jahre ausgewechselt wird, fühlt sich der Strauch an geschützten Plätzen wohl. Der Handel führt verschiedene Formen, die sich durch die Blattgestalt unterscheiden. Nur selten wird der Lorbeer bei uns blühen. Blütezeit ist im Sommer, aus den gelblichweißen Blüten werden dann blauschwarze Beeren. Im Oktober nimmt man den Lorbeer ins Haus und stellt ihn kühl und hell. Ab April kann er wieder in Freie.

 

Kümmel:

Aromatisches Wurzel-, Blatt- und Fruchtgewürzkraut.
Höhe: 50-70 cm.
Standort: An sonnigen Plätzen wird das Aroma besser, windgeschützt pflanzen.
Aussaat im April, Reihenabstand 30-40 cm.
Pflege: Anspruchslos, verträgt sogar etwas Dürre.
Besonderheiten: Im Juli, bevor die Früchte abfallen, werden die Pflanzen geerntet.
Kümmelfrüchte sind ein unentbehrliches Gewürz für Brot, Käse, alkoholische Getränke, Lammfleisch, Bratkartoffeln und Gemüse. Die jungen Blätter haben ein mildes Aroma und werden in Rohkost, Salaten, Suppen und Soßen wie Petersilie verwendet. Die Wurzeln können wie Pastinakwurzeln zubereitet werden. Die Pflanzen dürfen nicht zu dicht stehen. Die Zwischenräume können mit Rettich, Zwiebeln oder Salat bepflanzt werden. Die Ernte erfolgt, wenn die Früchte hellbraun geworden sind. Früher wurde Kümmel auch als Heilkraut gegen Störungen im Magen-Darmbereich verwendet. Es gibt auch wilden Kümmel, aber er ist nicht so aromatisch wie der angebaute.

 

Wermut/Absinth:

Beschreibung: Hübscher, silberglänzender Halbstrauch. Wein- und Branntweingewürz. Mottenmittel.
Höhe 70-90 cm.
Standort: Sonnig, leichte trockene, gern kalkreiche Erde.
Vermehrung: Durch Aussaat im Frühjahr. Pflanzen können auch gekauft werden; Pflanzabstand 30 cm.
Als Weinbranntgewürz von Bedeutung ist Wermut/Absinth seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen Magen, Galle und Lebererkrankungen bekannt. Wegen seiner starken Wirkung darf es nur in kleinen Dosierungen verwendet werden. Das ätherische Pflanzenöl ist ein so starkes Nervengift, dass Absinthlikör 1915 in Frankreich ganz verboten wurde. Eine kurze Extraktionszeit von maximal 14 Stunden ergibt aber einen guten Geschmack für reinen Branntwein. Traditionsgemäß erntet man Absinth an Bartholomäus (24. August). Bei Beginn der Blütezeit werden die Zweige an der Luft im Schatten getrocknet. Auf leichter kalkreicher Erde entwickelt der Wermut sein volles Aroma. Echter Wermut ist ein leicht zu kultivierender Halbstrauch, der fast 1 m hoch wächst und silbern glänzt. Sein zierliches Laub ist hellgrün mit Silberglanz. Die Blüten sitzen in unauffälligen kleinen Köpfchen.

 

Schnittsellerie:

Beschreibung:

Höhe 30-40 cm.
Standort: Sonnig auf nährstoffreichen lockeren Böden mit guter Wasserversorgung.
Aussaat: Ab Februar unter Glas oder auch erst ab März im Frühbeet säen und auf 6 X 6 cm vereinzeln. Pflanzung in Reihen mit 20 bis 25 cm Abstand auspflanzen; auch direkte Reihenaussaat ist möglich.
Pflege: Unkrautfrei halten und bei Bedarf gießen. Ernte mehrfach möglich.
Düngung: Vor der Pflanzung 60 g Volldünger pro m², nach 8 Wochen noch einmal 30 g pro m² geben.
Schädlinge: Rost und Blattläuse.
Schnittsellerie ist ein duftendes Gewürzkraut. Neben Knollen und Bleichsellerie eine unverzichtbare Küchenpflanze, die einfach zu ziehen und sehr schmackhaft ist. Man erntet je nach Bedarf wie bei den meisten Gewürzkräutern und verwendet die kleingeschnittenen Blätter zu Soßen, Suppen und Salaten. Der Schnittsellerie eignet sich auch hervorragend zum Tiefgefrieren und Trocknen. Die Würzkraft bleibt in voller Stärke auch im getrockneten Zustand erhalten. Sellerie wächst üppig und verlangt für gutes Wachstum einen nährstoffreichen Boden. Im Herbst vor dem Kulturjahr kann man den Boden organisch mit Stallmist aufbessern. Eine weitere Düngung ist dann nicht mehr erforderlich. Zur Keimung braucht der Sellerie Temperaturen von mindestens 18 oC. Bei Kälte bildet er sogenannte Schosser, die zur Weiterkultur unbrauchbar sind. Den feinen Samen bedeckt man nur ganz fein mit Erde oder Sand.

 

 

Gewürzkräuter einfrieren:

Vitaminschonende Aufbewahrung. Tiefgekühlt kann man frische Gartenkräuter bei sachgerechter Lagerung etwa 3-6 Monate aufbewahren. Besonders im Winter wird man es sehr zu schätzen wissen, jederzeit frische Kräuter als Vitamin und Mineralstoffspender zur Hand zu haben. Durch die Tiefkühlung bis 18 oC bleiben die Vitamine weitgehend erhalten und das Aroma bleibt intensiv. Sehr günstig ist es, die vorbereiteten Küchenkräuter in keine Portionen abzupacken. Zweckentfremdete Eiswürfelbereiter sind ideale Hilfsmittel, die Kräuter in kleine Blöcke einzufrieren. Einzeln oder gemischt gibt man die Kräuter in die Vertiefungen, friert sie ein und kann sie dann in dichtgeschlossene Gefrierbeutel umpacken. Streufähig bleiben die Kräuter auch, wenn sie zuerst ausgebreitet auf Tabletts oder Blechen schockgefroren und dann in Beutel umgefüllt werden. Zum Einfrieren sind fast alle Kräuter geeignet, außer derbnadelige, wie z.. B. Rosmarin, der besser getrocknet wird. Man schneidet die Kräuter am frühen Morgen, wenn noch das volle Aroma enthalten ist. Nach gründlicher Reinigung und verlesen werden die Kräuter gut trocken getupft und anschließend fein gehackt. Danach werden sie abgefüllt und eingefroren, um eine Wertminderung durch Austrocknung zu vermeiden.

Zum Abschuß der Serie (Gewürzkräuter) erfolgt noch eine Zusammenfassung der Verwendung.

 

 

Zusammenfassung über die Verwendung von Gewürzkräuter

 

T = Tee;    

S = zu Salaten,     

G = zu verschiedenen Gerichten verwenden

Anis = T + G / Gebäck (typisches Weihnachtsgebäck),Fleisch- und Gemüsegerichte.Gesundheitlicher Wert: als Tee schleimlösend,krampfstillend, verdauungsfördernd

Basilikum = G / Fleisch-, Fisch-, Gemüsegerichte, Salate, Pizza,Minestrone appetitanregend, verdauungsfördernd

Bohnenkraut = G / Hülsenfruchtgerichte, Koch- und Bratfisch magenstärkend

Borretsch = S + G / Kräutersoßen und Butter, Salate, Gurkengemüse,herz- und nervenstärkend, verdauungsfördernd

Brunnenkresse = S + G / Salate, Remouladen, Braten, Bratenfisch, Rohkost,gilt als Katermittel gegen Kopf- und Zahnschmerzen

Dill = S + G / Salate, Gemüse, Fisch- und Meeresfrüchte,Samen und Stengel für Kräuteressig,hoher Vitamin C-Gehalt

Eberraute = G / Aal und fettes Fleisch, Branntweingewürz

Estragon = S + G / Estragonessig, Geflügel, Remoulade, Fleisch- und Fischgerichte,harntreibend und verdauungsfördernd

Fenchel = T + S + G Brot- und Gebäckgewürz, Kräutersoßen und Suppen,Fische und Schalentiere,Tee aus Samen wirkt krampflösend, beruhigend und                             schmerzlindernd

Gartenkerbel = S + G / Suppen, Soßen, Salate, Kräuterbutter,reich an Vitamin C, frisches Kraut geeignet für Blutreinigungskur

Koriander = G / Samen als Brotgewürz, Wildbeizen, Rote Beete,gemahlen für Gebäck (Spekulatius und Printen),verdauungsfördernd

Kümmel = T + G / Brotgewürz, Kohlgerichte, Fleisch, Gemüse, Käse,Kochsud für Hummer und Krebse,Tee wirkt magenstärkend und verdauungsfördernd

Lavendel = G / Hammelfleischeintopf, Fischsoßen und Suppen,getrocknet als Duftkissen im Wäscheschrank.

Liebstöckel = G / Fisch, Fleisch- und Gemüsebrühen, Kräuterbutter,ersetzt in Diäten Kochsalz, reich an Vitamin C

Majoran = G / Hülsenfrüchte, Gänse- und Entenbraten, Schwein,Kaninchen und Bratkartoffeln,krampfstillend und magenstärkend

Meerrettich = G / Soßen, Einlegen von Fischen, Beigabe zum Fleisch (Rind),verdauungsfördernd, wirkt auf Leber und Galle, kreis-anregend und antibiotisch. Als Breiauflage gegen Rheuma und Gicht
Pfefferminze = T + G / Soßen, Lamm, Wild, Gemüse, Suppen, Longdrinks, fördert Gallentätigkeit und Verdauung,wirkt antibakteriell

Petersilie = S + G / Salate, Gemüse, Suppen, Kräutersoßen und Butter,allgemein zum Garnieren,appetitanregend, verdauungsfördernd, reich an Vitamin A, B und C

Rosmarin = T + G / Lamm, Schweinebraten, Fisch, zum Grillen, zu Pilz- und Tomatengerichten,Tee wirkt beruhigend bei Magenkatarrh,als Badezusatz gegen Erschöpfungszustände

Salbei = T + G / Gemüse, Lamm, Schwein, Geflügel, Wild, Aal,als Tee gegen Entzündungen der Hals- und Atemwege und des Zahnfleisches

Sauerampfer = S + G / Frühlingssoßen und Suppen, Salat, Quark, Fisch Füllungen, Eierspeisen,reich an Vitamin C

Schnittlauch = S + G / Salate, Quark, Suppen, Soßen, Eierspeisen,reich an Vitamin C, Phosphor und Eisen,senkt den Blutdruck

Thymian = T + G / Fetter Schweinebraten, Wurstgewürz, italienische Gerichte, Kalb, Taube, Wild, Pasteten- und Muschelgerichte,erfrischender Badezusatz

Wermut = S + G / Fettes Schweinefleisch, Hammel, Salate, Tee, gegen Magenverstimmung und wirkt auf Galle und Leber

Zitronenmelisse = T + S + G / Salate, Majonäse, Quark, Suppen, Soßen, Wild,Geflügel,
Tee gegen Schlaflosigkeit, Migräne, Übelkeit


Küchenkräuter oder Gewürzkräuter werden frisch oder getrocknet verwendet, sind aromatisch, mild oder scharf und haben nicht nur geschmacks- und duftgebende Eigenschaften sondern enthalten auch Reizstoffe, die den Appetit anregen und die Bekömmlichkeit der Speisen steigern. Viele von ihnen sind seit langem als Heilpflanzen bekannt. Für alle Gewürzkräuter hängt das wieviel letztlich vom persönlichen Geschmack und dem jeweiligen Gericht ab. Grundsätzlich rechnet man bei frisch zerkleinerten Kräutern pro Portion einen halben bis gestrichenen Löffel, je nach Intensität des Krautes, von getrockneten Kräutern stets nur die Hälfte oder eine Prise.

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